Web Designer vs. Web Developer: Die Unterschiede verstehen

Designer vs Developer - wo sind die Unterschiede

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Web Designer vs. Web Developer: Die Unterschiede verstehen ist manchmal gar nicht so einfach.

Webdesigner/innen und Webentwickler/innen spielen bei der Erstellung von Websites unterschiedliche, aber sich ergänzende Rollen. Webdesigner/innen konzentrieren sich auf die visuellen Aspekte, einschließlich Layout, Farbgestaltung und Typografie. Sie verwenden Design-Software wie Adobe Photoshop oder Sketch, um Mockups und Wireframes zu erstellen.

Webentwickler/innen hingegen sind für die Funktionalität der Website verantwortlich und verwenden Programmiersprachen wie HTML, CSS und JavaScript, um das Design umzusetzen und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. In beiden Rollen sind Kreativität, technisches Können und Liebe zum Detail gefragt, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen des Website-Entwicklungsprozesses. Webdesigner/innen müssen ein gutes Gespür für Designprinzipien wie Ausgewogenheit, Kontrast und Hierarchie haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Webdesigner/innen konzentrieren sich auf die visuellen und benutzerfreundlichen Aspekte einer Website, während Webentwickler/innen sich auf die technischen und funktionalen Aspekte konzentrieren.
  • Webdesigner/innen brauchen Kenntnisse in Grafikdesign, Gestaltung von Benutzeroberflächen und ein Verständnis für die Grundsätze der Benutzerfreundlichkeit.
  • Webentwickler/innen brauchen Kenntnisse in Programmiersprachen, Datenbankmanagement und serverseitigem Scripting.
  • Die Zusammenarbeit zwischen Webdesigner/innen und Webentwickler/innen ist entscheidend für die Erstellung einer stimmigen und funktionalen Website.
  • Webdesigner/innen gehen an die Problemlösung aus der Sicht der Optik und des Benutzererlebnisses heran, Webentwickler/innen aus der technischen und funktionalen Perspektive.

Web Designer vs. Web Developer: Zwei Seiten einer digitalen Medaille

In der sich schnell entwickelnden Welt des Internets spielen sowohl Web Designer als auch Web Developer eine entscheidende Rolle. Obwohl ihre Aufgabenbereiche oft ineinander übergehen, gibt es klare Unterschiede in ihren Schwerpunkten und Fähigkeiten.

Schwerpunkt Web Designer – die Künstler

Webdesigner sind die kreativen Köpfe hinter dem visuellen Erscheinungsbild und der Benutzerfreundlichkeit einer Website. Sie sind verantwortlich für:

  • Visuelle Gestaltung und Layout
  • Benutzererfahrung (UX) und Benutzeroberfläche (UI)
  • Farbschemata und Typografie
  • Branding und Corporate Identity

Schwerpunkt Web Developer – die Architekten

Webentwickler sind die technischen Experten, die die Visionen der Designer in funktionierende Websites umsetzen. Sie sind verantwortlich für:

  • Programmierung und Codierung
  • Funktionalität und Interaktivität
  • Datenbanken und Server-Verwaltung
  • Performance-Optimierung

Web Designer – kreative Werkzeuge

Der Web Designer kann auf eine breite Palette unterschiedlicher Werkzeuge zurückgreifen, wobei hier eine nur kleine Auswahl gezeigt wird.

  • Adobe Creative Suite (Photoshop, Illustrator, XD)
  • Sketch
  • Figma
  • InVision

Web Developer – technische Fähigkeiten

Web Developer müssen mehr Fähigkeiten haben, unter anderem Kenntnisse in bzw. für:

  • Programmiersprachen (HTML, CSS, JavaScript, PHP, Python)
  • Entwicklungsumgebungen (VS Code, Sublime Text)
  • Versionskontrollsysteme (Git)
  • Frameworks und Bibliotheken (React, Angular, Vue.js)
  • Performance-Optimierung
  • Sicherheit

Designer und Developer sind nicht dasselbe

Web Designer konzentrieren sich auf das visuelle Erscheinungsbild und die Benutzerfreundlichkeit einer Website. Sie schaffen das “Gesicht” der digitalen Präsenz eines Unternehmens oder einer Marke. Web Developer hingegen setzen diese Visionen in funktionierenden Code um und sorgen dafür, dass die Website technisch einwandfrei läuft.

Warum sie sich oft vermischen

In der Praxis überschneiden sich die Aufgabenbereiche häufig. Viele Web Designer haben grundlegende Kenntnisse in HTML und CSS, während einige Web Developer ein Auge für Design entwickelt haben. Diese Überschneidung führt oft zu der Berufsbezeichnung “Full-Stack Designer” oder “Design Developer”.

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Abhängigkeiten für Designer

Ein Web Designer kann oft nicht ohne einen Web Developer auskommen, weil:

  • Komplexe Funktionalitäten und Interaktionen fortgeschrittene Programmierkenntnisse erfordern
  • Die technische Umsetzung von Designs oft Anpassungen und Kompromisse erfordert
  • Sicherheit und Performance-Optimierung spezifisches technisches Know-how benötigen

Dennoch sieht man oft Designer, die ihre künstlerische Gestaltung für eine Website direkt im Frontend machen. So habe ich es bereits oft gesehen, dass der Designer sich ein Frontend erstellt hat, zum Beispiel mit WordPress, und hier das Design entwickelt.

Dabei gibt es auch alternative Methoden, die genutzt werden können – und die am Ende nur durch die Entwickler umgesetzt werden müssen. Hier kommt ein Design Tool wie Figma oder auch Canva oder Adobe XD zu tragen, in dem das Design erstellt wird.

Erst nachdem es durch den Kunden abgenommen wurde, wird es schließlich in die Website implementiert.

Was genau macht ein Web Designer?

Ein Web Designer hat eine Vielzahl von Aufgaben, die sich auf die visuelle und funktionale Gestaltung von Websites konzentrieren. Hier sind die wichtigsten Aufgaben im Einzelnen:

  1. Konzeptentwicklung:
    • Erarbeitung von Designkonzepten basierend auf Kundenwünschen und Zielen
    • Entwicklung von Wireframes und Mockups
    • Erstellung von Sitemaps und Informationsarchitektur
  2. Visuelle Gestaltung:
    • Entwurf von Layouts für verschiedene Geräte (Desktop, Tablet, Smartphone)
    • Auswahl und Anpassung von Farbschemata
    • Typografieauswahl und -gestaltung
    • Erstellung und Integration von Grafiken, Icons und Bildern
    • Gestaltung von Logos und anderen Branding-Elementen
  3. User Experience (UX) Design:
    • Analyse von Benutzerverhalten und -bedürfnissen
    • Gestaltung intuitiver Navigationsstrukturen
    • Optimierung von Benutzerflüssen und Interaktionen
    • Durchführung von Usability-Tests
  4. User Interface (UI) Design:
    • Gestaltung von Schaltflächen, Formularen und anderen interaktiven Elementen
    • Entwicklung von konsistenten Design-Systemen
    • Erstellung von Animationen und Übergängen
  5. Responsive Design:
    • Sicherstellen, dass Designs auf verschiedenen Bildschirmgrößen gut funktionieren
    • Anpassung von Layouts für mobile Geräte
  6. Prototyping:
    • Erstellung interaktiver Prototypen zur Demonstration von Funktionalität
    • Verwendung von Tools wie Figma, Adobe XD oder InVision
  7. Zusammenarbeit:
    • Abstimmung mit Kunden und Stakeholdern
    • Zusammenarbeit mit Web Developern zur Umsetzung der Designs
    • Kommunikation mit Content-Erstellern und Marketing-Teams
  8. Trends und Technologien:
    • Beobachtung aktueller Design-Trends und Best Practices
    • Erlernen neuer Design-Tools und -Techniken
  9. Barrierefreiheit:
    • Sicherstellen, dass Designs den Richtlinien für Barrierefreiheit entsprechen
    • Berücksichtigung von Farbkontrasten, Schriftgrößen und alternativen Texten
  10. Optimierung und Iteration:
    • Analyse von Nutzerfeedback und Metriken
    • Kontinuierliche Verbesserung des Designs basierend auf Daten und Erkenntnissen
  11. Content-Strategie:
    • Zusammenarbeit mit Content-Erstellern zur optimalen Präsentation von Inhalten
    • Gestaltung von Layouts, die den Inhalt effektiv unterstützen

Diese Aufgaben können je nach Projekt und Unternehmensgröße variieren. In kleineren Teams oder als Freelancer übernehmen Designer oft auch Aufgaben, die in den Bereich der Entwicklung fallen, wie grundlegendes HTML und CSS.

Allerdings kennen sich die Designer leider oft zu wenig aus, um alle Aspekte wie zum Beispiel Sicherheit oder Funktionalität komplett zu evaluieren – die Folge können unsichere Websites sein, oder Websites, die in ihrer Funktion nicht das gewünschte Resultat erzielen.

Wenn der Designer später schließlich doch einen Developer hinzuzieht, anstatt ihn von Anfang an mit einzubeziehen, resultiert das leider oft in zusätzlicher Arbeit, da der Entwickler zunächst die entsprechenden Dinge anpassen muss. Insofern ist eine Zusammenarbeit mit einem Developer möglichst von Beginn an für alle Seiten nur vorteilhaft.

Ein Web Developer kann ohne einen Designer arbeiten

Ein Webdesigner kann in der Regel nicht ohne einen Webentwickler arbeiten, da er die technischen Fähigkeiten nicht besitzt, um seine Designs in eine funktionierende Website umzusetzen.

Ein Webentwickler hingegen kann theoretisch ohne einen Designer arbeiten, indem er vorgefertigte Templates oder einfache Designs verwendet. Allerdings führt dies manchmal zu einer weniger ansprechenden und benutzerfreundlichen Website.

Für den Web Developer ist es einfacher, weil:

  • Es vorgefertigte Templates und Frameworks gibt, die ein grundlegendes Design bieten
  • Funktionalität oft Vorrang vor Ästhetik hat, besonders bei Backend-Systemen
  • Entwickler mit Erfahrung ein Grundverständnis für User Experience entwickeln können

Allerdings ist das Endergebnis in der Regel qualitativ hochwertiger, wenn beide Experten zusammenarbeiten. Ein gut gestaltetes und technisch einwandfreies Produkt entsteht durch die Synergie von Design und Entwicklung. Und niemand wird alles können – jeder Mensch hat gewisse Schwerpunkte.

Was genau macht ein Web Developer?

Ein Web Developer ist für die technische Umsetzung und Funktionalität von Websites und Webanwendungen verantwortlich. Hier sind die Hauptaufgaben eines Web Developers im Detail:

  1. Frontend-Entwicklung:
    • Umsetzung von Designs in HTML, CSS und JavaScript
    • Implementierung responsiver Layouts
    • Optimierung der Benutzeroberfläche für verschiedene Browser und Geräte
    • Verwendung von Frontend-Frameworks wie React, Angular oder Vue.js
  2. Backend-Entwicklung:
    • Programmierung serverseitiger Logik mit Sprachen wie PHP, Python, Ruby, Java oder Node.js
    • Entwicklung und Verwaltung von APIs
    • Implementierung von Datenbank-Strukturen und -Abfragen
    • Konfiguration und Verwaltung von Servern
  3. Datenbank-Management:
    • Design und Implementierung von Datenbankstrukturen
    • Optimierung von Datenbankabfragen für bessere Performance
    • Sicherstellung der Datenintegrität und -sicherheit
  4. Versionskontrolle:
    • Verwendung von Versionskontrollsystemen wie Git
    • Zusammenarbeit in Entwicklerteams mittels Plattformen wie GitHub oder GitLab
  5. Performance-Optimierung:
    • Verbesserung der Ladezeiten und Reaktionsfähigkeit von Websites
    • Implementierung von Caching-Strategien
    • Optimierung von Bildern und anderen Medien
  6. Sicherheit:
    • Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen gegen gängige Bedrohungen
    • Durchführung von Sicherheitsaudits
    • Verschlüsselung sensibler Daten
  7. Testing und Debugging:
    • Durchführung von Unit-Tests und Integrationstests
    • Fehlersuche und -behebung in komplexen Systemen
    • Verwendung von Debugging-Tools und -Techniken
  8. Integration von Drittanbieter-Services:
    • Einbindung von APIs externer Dienste
    • Integration von Zahlungssystemen, Social Media-Plattformen etc.
  9. Wartung und Updates:
    • Regelmäßige Aktualisierung von Systemen und Bibliotheken
    • Behebung von Bugs und Implementierung neuer Funktionen
    • Skalierung von Systemen bei wachsenden Anforderungen
  10. Dokumentation:
    • Erstellung technischer Dokumentationen für Code und Systeme
    • Verfassen von Benutzerhandbüchern und Entwicklerrichtlinien
  11. SEO-Optimierung:
    • Implementierung technischer SEO-Maßnahmen
    • Optimierung der Seitenstruktur und Ladegeschwindigkeit für besseres Ranking
  12. Responsive Design-Umsetzung:
    • Technische Implementierung von responsiven Designs
    • Sicherstellung der Kompatibilität auf verschiedenen Geräten und Bildschirmgrößen
  13. Continuous Integration/Continuous Deployment (CI/CD):
    • Einrichtung und Verwaltung von automatisierten Build- und Deployment-Prozessen
    • Implementierung von Best Practices für agile Entwicklung
  14. Barrierefreiheit:
    • Technische Umsetzung von Barrierefreiheitsrichtlinien
    • Implementierung von ARIA-Attributen und anderen Zugänglichkeitsfeatures
  15. Neue Technologien:
    • Kontinuierliches Lernen und Anwenden neuer Webtechnologien
    • Evaluation und Integration neuer Tools und Frameworks

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Die genauen Aufgaben eines Web Developers können je nach Spezialisierung (z.B. Frontend, Backend, Full-Stack) und Projektanforderungen variieren. In kleineren Teams oder als Freelancer übernehmen Entwickler oft auch Aufgaben, die in den Bereich des Designs oder des Projektmanagements fallen.

Für den Developer gibt es verschiedene Tools, die er nutzen kann, um eine Website für den Kunden zu erstellen. In der Regel werden Anpassungen zunächst in einer dedizierten Entwicklungsumgebung erstellt, bevor sie auf der finalen Seite veröffentlicht werden.

Diese Entwicklungsumgebung kann zum Beispiel lokal sein, oder auch in einer entsprechenden Subdomain des Kunden, als sogenannte Staging-Umgebung..

Der Vorteil der Staging-Entwicklungsumgebung liegt schließlich darin, dass man das neue Design oder die neue Technologie auf dem tatsächlichen Server des Kunden testen kann, also in einem echten System.

Ein lokales System wird sich schließlich immer anders verhalten, als es eine echte Website macht. Dennoch nimmt die Staging-Umgebung keinen Einfluss auf die Live-Seite des Kunden, und man kann dennoch alle neuen Funktionen ausreichend testen.

Im Idealfall ist die Statingumgebung auch nur für bestimmte Personen erreichbar – zum Beispiel durch eine Passwort-Abfrage, oder hinter einer Maintenance Seite. Somit ist sichergestellt, dass von außen (eventuelle) Fehler nicht sichtbar sind, und dass der Entwickler die Zeit hat, die Neuentwicklung so zu erstellen wie es der Designer und auch der Kunde sich gewünscht haben.

Fazit

Obwohl Web Designer und Web Developer unterschiedliche Schwerpunkte haben, ergänzen sie sich in der modernen Webentwicklung perfekt. Die zunehmende Überschneidung ihrer Fähigkeiten führt zu einer ganzheitlicheren Herangehensweise an Webprojekte, von der sowohl Unternehmen als auch Endnutzer profitieren.

Dennoch sollte sich der Designer zunächst auf das Design konzentrieren und hier entsprechende Werkzeuge nutzen, wie zum Beispiel Figma.

Photo by Florian Olivo on Unsplash

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